Archiv für November 2011

Nazi-Sprüche beim FSV Zwickau

Fussball „Mitteldeutscher Rundfunk“ vom 28. November 2011

Der FSV Zwickau gerät ins Zwielicht: Während des Oberliga-Spiels am Freitagabend gegen Erzgebirge Aue II (3:0) waren im FSV-Fanblock rechtsextreme Gesänge zu hören und Transparente zu sehen. Außerdem zeigt ein Video, wie die Mannschaft in der Kabine gemeinsam „Sieg“ rief und ein Einzelner „Heil“ hinterherschickte, was mit Gelächter kommentiert wurde. Zeitgleich zu diesen Vorkommnissen hatten in der Zwickauer Innenstadt 1.500 Menschen an die Opfer der mutmaßliche rechtsextremen Neonazi-Mordserie erinnert. (mehr…)

Naziladen »Eastwear« wirbt mit Pink Panther

Naziladen »Aktionsbündnis gegen Naziläden in Zwickau« vom 22. November 2011

Ehemaliger »The Last Resort Shop« in der Zwickauer Kreisigstraße verhöhnt Opfer des Naziterrors. Aus dem Englischen von C. Freeman in »The Telegraph«.

Versteckt in einer Seitenstraße, einige Gehminuten von einem tristen, mit Graffiti bedeckten Busbahnhof entfernt, bietet das »Eastwear« -Bekleidungsgeschäft in Zwickau alles, was sich der heutige smart gekleidete Neonazi nur wünschen kann. Neben T-Shirts und Bomberjacken der Freizeit-Marke »Thor Steinar« – Deutschlands Antwort auf die bei britischen Skinheads beliebten Marken »Fred Perry« und »Lonsdale« – gibt es eine umfangreiche Garderobe für diejenigen, die mittels ihrer Kleidung gern ihrer Gesinnung Ausdruck verleihen; von »Hooligan«-Handschuhen bis hin zu »Hatewear« und »Iron Fist«-Sweatshirts. (mehr…)

Video-Tüftler im Ermittlerfokus

Nachrichtenportal „stern.de“ vom 18. November 2011

Ein Ehepaar aus Zwickau wird verdächtigt, beim Bekennervideo des Terror-Trios geholfen zu haben.

Seine erste Leidenschaft ist „Kunst“. Seine zweite das „Messermachen“. So teilte es André E. auf seiner Website mit. Ihr Name: Caput Mortuum. Der lateinische Ausdruck für „Totenkopf“. Der 32-Jährige Mann aus Zwickau und seine Ehefrau werden von den Sicherheitsbehörden verdächtigt, der Zwickauer Nazi-Zelle bei der Herstellung ihres makabren Paulchen Panther-Videos geholfen zu haben. Die Fähigkeiten und das Equipment dürften sie gehabt haben. Bis 2009 sollen sie eine Videoproduktionsfirma betrieben haben. (mehr…)

Zwickauer Demokraten planen eine Demo

Tageszeitung „Freie Presse“ vom 18. November 2011

Gewerkschaft und Stadt möchten das Schweigen über den rechten Terror brechen: Zwickau. Der Schock sitzt tief. Zwickau steht auf einmal im Mittelpunkt des medialen Interesses, aber von Robert Schumann, August Horch oder Max Pechstein ist nicht die Rede. Statt dessen von Beate Zschäpe – Wahlzwickauerin und Terroristin, wie man jetzt weiß.

Der Schock sitzt tief. Auch bei denen, die sich von Berufs wegen ständig in der Öffentlichkeit präsentieren. Erst zehn Tage nach der Hausexplosion drückte Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) ihre Bestürzung über das Geschehene aus. Am Freitag nun gaben Findeiß und Sabine Zimmermann, Regionsvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, bekannt, dass sie einen Zwickauer Appell für Demokratie und Toleranz planen. Eine Demonstration gegen die Sprachlosigkeit. (mehr…)

Staatsschutz ermittelt in Zwickau

Tageszeitung „Freie Presse“ vom 17. November 2011

Erneut sind Nazischmierereien in Zwickau aufgetaucht

Zwickau – Zu Wochenbeginn sind in Zwickau Schmierfinken unterwegs gewesen. An der Verglasung einer Straßenbahnhaltestelle auf der Äußeren Schneeberger Straße wurden am Dienstag zwei Hakenkreuze entdeckt. Sie sind rund 30 mal 30 Zentimeter groß. Zudem waren mehrere schwarze Schriftzüge an den Glasflächen zu lesen. Zu den Tätern gibt es bisher noch keine Erkenntnisse. Das Dezernat Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion hat die Ermittlungen wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet. (mehr…)

Spurensuche im braunen Dickicht

Tageszeitung „Freie Presse“ vom 14. November 2011

Das Thema: Verdacht auf rechtsextremes Terror-Netzwerk: Seit einer Woche wird die Republik täglich mit neuen Details über die vermuteten Verbrechen des Zwickauer Terror-Trios konfrontiert. Jetzt fragen sich alle: Gab es Helfer und welche Rolle spielte der Verfassungsschutz?

Zwickau – Peter Klose macht aus seiner Gesinnung selten einen Hehl. Zum Führer-Geburtstag lässt der ehemalige Zwickauer NPD-Chef gern die Reichsflagge aus seinem Fenster an der viel befahrenen Talstraße wehen. 2007 unterstützte er die örtliche Neonazi-Kameradschaft „Nationale Sozialisten“ beim Versuch, die montäglich in der Stadt stattfindende Demo gegen Hartz-IV zu vereinnahmen. Mit zu lockerem Ton handelte sich der Ex-Abgeordnete im Landtag sogar einen Maulkorb der eigenen Fraktion ein. Zuletzt stolperte Klose über einen Chat-Eintrag auf der NPD-Website. In verwechselbarer Ähnlichkeit wurde dort die einstige Losung der SS beschworen. Den Beitrag habe er nicht selbst in Netz gestellt, argumentierte Klose zwar, doch wurde er verurteilt. Zum Hitler-Geburtstag 2011 verließ er die NPD, sitzt jetzt parteilos im Zwickauer Stadtrat. (mehr…)

Neonazi-Bombenbauer lebten jahrelang in Zwickau

Tageszeitung „Junge Welt“ vom 9. November 2011

Kontakte zur regionalen Neonaziszene, insbesondere zu den Strukturen des ›Freien Netzes‹, sollen geklärt werden | Rolle des Verfassungsschutzes zwielichtig

Der Tod der beiden Bankräuber Uwe M. und Uwe B., die sich nach ihrem Überfall am vergangenen Freitag in Eisenach angeblich selbst erschossen haben sollen, wirft immer mehr Fragen auf. So soll es sich bei den Männern nicht nur um Bankräuber, sondern auch um die Personen gehandelt haben, die im April 2007 in Heilbronn die Polizistin Michelle Kiesewetter erschossen, ihren Kollegen durch einen Kopfschuß schwer verletzten und den beiden Beamten ihre Dienstwaffen gestohlen hatten. Die Waffen waren am Freitag bei den Leichen der beiden Männer gefunden worden. (mehr…)

Internetforum des „Freien Netzes“ veröffentlicht

Antifaschistischer Newsflyer „Gamma“ vom 6. November 2011

Auch zwei führende Zwickauer Neonazis in der nationalsozialistischen Organisation

Führende Neonazis aus Leipzig und Umgebung wollen eine „NS-Ersatzorganisation“ schaffen – und benutzen dafür die Jugendorganisation der NPD, die „Jungen Nationaldemokraten“ (JN). Ein internes Forum von Kadern der „mitteldeutschen“ Neonazi-Szene dokumentiert minutiös die Strategie und Ideologie des so genannten „Freien Netzes“ (FN). Die Daten wurden der GAMMA-Redaktion durch einen Szene-Aussteiger zugespielt, der damit seine Glaubwürdigkeit unter Beweis stellen wollte. (mehr…)