Archiv für Januar 2015

Geld für Prävention

Antifa Tageszeitung „Freie Presse“ vom 21. Januar 2014

Demnächst vielleicht mehr Geld im Kampf gegen Rechts. Verwaltung findet deutliche Worte.

Screenshot: Tagesschau

Zwickau – Die Stadtverwaltung will in den Jahren 2015 bis 2019 an einem Bundesprogramm zur Prävention von Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus teilnehmen und dafür insgesamt 30.000 Euro ausgeben. Dadurch könnten jährlich bis zu 55.000 Euro Fördermittel in die Stadt fließen. Eine entsprechende Beschlussvorlage liegt den Stadträten, die am 5. Februar wieder tagen, seit gestern vor. Darin findet die Verwaltung so deutliche Worte wie noch nie: Rassismus und Ablehnung stünden in Zwickau auf der Tagesordnung, wie die aktuelle Diskussion zur Asylproblematik zeige, heißt es darin. Es müsse noch „viel Aufklärungsarbeit in der Bürgerschaft geleistet werden.“ (cge)

Nazi-Bibliothek in Meerane: Nur Gerümpel ist noch da

Freie Kräfte Tageszeitung „Freie Presse“ vom 8. Januar 2015

Das Meeraner Haus, in dem vor Monaten eine rechte Kaderschmiede entdeckt wurde, steht inzwischen fast leer. Was passiert jetzt mit dem restlichen Krempel?

Meerane – Was zurückbleibt, sind Müll, alte Möbel und Säcke voller vergammelter Lebensmittel. Den Rest hat der frühere Mieter abgeholt: Aktenordner voller Zeitungsartikel, Dokumente und Korrespondenz, rechtsextreme Literatur sowie Schulungsmaterial. Bald sollen die letzten Überbleibsel aus der alten Fabrikantenvilla an der Chemnitzer Straße verschwinden. Diese Aufgabe bleibt nun an der Stadt hängen. „Wir warten mit dem Räumen, bis alles einmal richtig durchgefroren ist“, sagt Bürgermeister Lothar Ungerer (parteilos). Danach landen die Überreste im Abfall. (mehr…)

Grasslifter haken nach

Zwickauer Zelle Tageszeitung „Freie Presse“ vom 3. Januar 2015

Die Zwickauer Künstlergruppe fordert Aufklärung über die NSU-Verbrechen – und wird in Chemnitz und Dresden erhört.

Zwickau/Chemnitz. Sie lassen tatsächlich kein Gras über die Sache wachsen: Die Künstlergruppe Grasslifter, die sich in Zwickau gegründet hat, nachdem bekannt wurde, dass sich die rechtsextremistische Terrorgruppe NSU mehr als zehn Jahre hier versteckte, fordert mehr Aufklärungsarbeit über die Taten des NSU. Am 4. November, dem dritten Jahrestages der Explosion des NSU-Verstecks in der Frühlingsstraße, schickten die Grasslifter eine offenen Brief, der mittlerweile von 225 Menschen unterzeichnet wurde, an Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sowie die Oberbürgermeisterinnen von Chemnitz und Zwickau. (mehr…)