Architekten möchten zweiten Baum spenden

Freie Kräfte Tageszeitung „Freie Presse“ vom 28. April 2015

„Idee, die doppelte Anzahl von Bäumen zu pflanzen, um so die Tat ad absurdum zu führen.“

Zwickau – Einen zweiten Baum als Zeichen der Toleranz möchten die Architekten des Büros Aboa als Verstärkung für den umgesägten Feldahorn am Muldeparadies spenden. Das teilten Carsten Brunner und Michael Uhlig der „Freien Presse“ mit. „Eine einfache und normale Neupflanzung hat unserer Meinung nach schnell den Anschein, diese Tat kaschieren zu wollen“, sagen Brunner und Uhlig. „Außerdem besteht die Gefahr, dass dieser eine Baum wieder geopfert wird. Wir hatten die Idee, dass man die doppelte Anzahl von Bäumen pflanzen sollte, um so die sehr dreiste Tat ad absurdum zu führen.“ Die Stadt Zwickau hatte in der vergangenen Woche angekündigt, den Feldahorn umgehend zu ersetzen. Der Baum war fünf Tage zuvor von jungen Migranten als Zeichen des friedlichen Miteinanders gepflanzt worden. Eine andere Idee hatte der Stadtrat Martin Böttger (Grüne) ins Spiel gebracht. Er wollte den abgesägten Baum so lange stehen lassen, bis die Täter selber einen Baum pflanzen. Eine damit verbundene Straffreiheit hatte die Staatsanwaltschaft aber bereits abgelehnt.

Quelle: Konrad Rüdiger/ Freie Presse/ Zwickauer Zeitung/ Dienstag, 28.04.2015/ Seite 9.

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