Übergriff auf Flüchtlingsunterkunft

Asyl Tageszeitung „Chemnitzer Morgenpost“ vom 16. Dezember 2015

Erneuter Angriff auf die Notunterkunft für Asylbewerber in der Lengenfelder Straße.

Zwickau – Diesmal schossen die Täter Feuerwerksraketen auf das Heim im ehemaligen Max Bahr-Baumarkt ab, flüchteten danach. Das Operative Abwehrzentrum (OAZ) hat die Ermittlungen übernommen. Ende November hatte ein Bombenalarm am früheren Baumarkt für große Aufregung gesorgt. Drei Männer aus Zwickau (23, 25, 31) hatten nachts eine mutmaßliche Rohrbombe vor dem Haus abgelegt. Der Wachschutz entdeckte die Gefahr und alarmierte die Polizei. Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes fanden bei einer vorsichtigen Untersuchung heraus: Bei der Bombe handelte es sich um eine Attrappe. Aber eine Attrappe, die Angst machen sollte. Die Polizei nahm die drei verdächtigen Männer kurz darauf fest. Jetzt musste der Wachschutz am Abend erneut die Polizei rufen. Asylhasser zündeten vor dem Heim Feuerwerksraketen. Polizeisprecherin Annabel Windisch: „Die Feuerwerkskörper sollen so gezündet worden sein, dass die Flugbahn in Richtung der Unterkunft führte.“ Der erneute Anschlag sorgte unter den 90 Flüchtlingen in der Obhut des Landkreises Zwickau für Angst und Schrecken, doch es gab am Ende weder Personen- noch Sachschaden. Das OAZ bittet um Zeugenhinweise unter Telefon 0375/428-4480.

Quelle: Bernd Rippert/ Chemnitzer Morgenpost/ 16.12.2015.

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