Zur Neuausrichtung der „Nationalen Sozialisten Zwickau“ (NSZ)

In eigener Sache – 4. Dezember 2010

Kameradschaft präsentiert sich nach dem Vorbild der sogenannten »Hatecrew« aus Altenburg, welche mit dem Slogan „a gang like a family“ für sich wirbt, neuerdings als gewalttätige Jugendclique.

Wer am 1. Dezember die Zwickauer Lokalausgabe der »Freien Presse« aufmerksam studierte, wurde mit einem amüsanten Artikel über einen „Hartensteiner Stammgast“ der Discothek »Fun« belohnt. Dieser musste sich vor dem Zwickauer Amtsgericht gegen den Vorwurf der Körperverletzung behaupten. »Freie Presse«-Prozessbeobachter Hans-Peter Kuppe beweist in genanntem Artikel mit seiner gelungenen Verballhornung ungeahnten Humor und stellt dem 23-jährigen Angeklagten das Kryptonym „Dietmar F.* (*Name geändert)“ zur Seite. Über diesen ist nicht viel mehr zu erfahren, als dass er „seine Fäuste nicht im Zaum halten [kann], sobald sein Promille-Spiegel steigt“ und dies ist offensichtlich recht häufig der Fall. Einige weitere Ausführungen verraten dann immerhin die halbe Wahrheit: „Der 23-jährige ist beim Zwickauer Amtsgericht kein Unbekannter. Vergangene Woche kassierte er erst 6 Monate ohne Bewährung. Der Grund: Er war an der Stadtfest-Randale in Zwickau beteiligt.“ (mehr…)

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Fünf Kameraden der »Nationalen Sozialisten« vor Gericht

Tageszeitung „Freie Presse“ vom 13. April 2010

Für fünf junge Männer aus der rechten Szene hat die Störung einer Antifa-Demonstration im September vergangenen Jahres in Zwickau jetzt Folgen: Am 27. April stehen sie vor Gericht.

Sie warteten im Hinterhalt. Thomas S., Marcel S., Stefan W., David S. und Sören L. waren am Nachmittag des 19. September 2009 in ein leer stehendes Gebäude der ehemaligen Schocken-Zentrale an der Werdauer Straße/Ecke Stiftstraße eingedrungen und warteten. Als um 15.47 Uhr der angemeldete und genehmigte Demonstrationszug des Aktionsbündnisses Ladenschluss gegen einen rechten Szeneladen in Zwickaus Innenstadt die Straße entlangkam, trat das Quintett in Aktion. Die fünf vermummten Männer öffneten die Fenster im Obergeschoss, warfen auf die 50 Demonstranten 30 bis 40 mit Flüssigkeiten gefüllte Luftballons und bespritzten sie aus Plastikflaschen. (mehr…)

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Rückblick auf die vergangenen drei Jahre »Freies Netz« in Zwickau

Linke Medienplattform „Indymedia“ vom 08. Januar 2010

Westsachsen als Versuchsfeld ostthüringer Nazi-Kader: Verborgene Strategien der »Freien Kräfte«? Peschek hält »Projekt Zwickau« für gescheitert. Ist die Nazi-Kameradschaft nun führerlos?

Der Zwickauer Kameradschaftsführer Daniel Peschek nutzte den Jahreswechsel zur Selbstreflexion und bezeichnet sein »Projekt Zwickau« kurzerhand als gescheitert. Doch was war geschehen? Im Sommer des Jahres 2007 trat im bis dahin verschlafenen Zwickau urplötzlich eine aktionistische Nazi-Kameradschaft auf den Plan. Zunächst als »Autonome Nationalisten« später als »Freies Netz Zwickau« und zuletzt als »Nationale Sozialisten« machten sie die Straßen unsicher. Der Sächsische Verfassungsschutz bezeichnete sie stets als »Freie Kräfte«; dem Führer Peschek waren die Kameraden zuletzt wohl etwas zu frei. Aber der Reihe nach. (mehr…)

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Rechtsextremer Sprecher verurteilt

Tageszeitung „Freie Presse“ vom 16. Juni 2009

Urteil gegen den Chef der Kameradschaft »Nationalen Sozialisten Zwickau«: Geldstrafe für Daniel Peschek wegen unerlaubten Waffenbesitzes und Beamtenbeleidigung

Zwickau. 1000 Euro Geldstrafe sind dem Strippenzieher der rechtsextremen Zwickauer Szene sicher. Ob auch der Nachschlag weiterer 440 Euro, der gestern am Amtsgericht gegen Daniel P. (22) verhängt wurde, Rechtskraft erlangt, ist noch unklar. Auf jeden Fall sah Richter Jürgen Dietel beide von Staatsanwalt Jörg Rzehak angeklagten Straftaten als erwiesen an. Die Vorwürfe: unerlaubter Waffenbesitz und Beleidigung von Polizisten. (mehr…)

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Allgemein: Die sogenannten »Freien Kräfte« in Zwickau

Letzte Aktualisierung am 25. Juni 2008

Unter der Führung einiger Thüringer Nazis hat sich in Zwickau in den letzten Monaten eine nazistische Kameradschaftsstruktur entwickeln können.

Die kameradschaftliche Gruppierung der »Nationalen Sozialisten Zwickau« (NSZ), verwendet wird auch die Selbstbezeichnung „Autonome Nationalisten“, trat im Sommer 2007 mit einer Internetpräsenz zunächst nur virtuell in Erscheinung. Am 22. September 2007 initiierten sie dann eine eigene Demonstration durch Zwickau und versuchen seit Dezember 2007 regelmäßig die wöchentlichen Montagsdemos zu vereinnahmen. Weiterhin werden die Mitglieder nicht selten bei rechtsextremen Aufmärschen in Mitteldeutschland gesichtet und auch Plakataktionen zu Ehren von Rudolf Hess gehören zu ihrem Aktionsfeld. Als Führungsfigur gilt, neben Daniel Peschek, der erfahrene Nazikader Thomas Gerlach aus Meuselwitz im Süden Thüringens. (mehr…)

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Nazistrukturen in Westsachsen: »AN« und »Freies Netz«

Von „Autonomous Antifascists“ auf „Indymedia“ am 05. März 2008

Sachsen, besonders der westliche Teil (Zwickau, Meerane) sowie auch der erzgebirgische Landkreis, wird in den vergangenen Monaten immer mehr zur Spielwiese sogenannter „Autonomer Nationalisten“ (AN) und „Nationaler Sozialisten“, kurz „Freie Kräfte“:

Ihre Aktionsberichte über ihren „kreativen Widerstand“ gegen den Kapitalismus und „Linksfaschismus“ posten sie im Internet auf den Seiten des „Freien Netzes“. Das „Freie Netz“ bündelt die nationalen Aktivitäten aus Zwickau, Altenburg, Chemnitz, Delitzsch, Burg, Merseburg, Hof und Leipzig. Besonders aktiv scheinen hier Zwickau, Altenburg/Leipzig und Chemnitz zu sein. Über Zwickau werden ebenfalls die vogtländischen Nazis („Freies Vogtland“) ins Boot gezogen. Chemnitz unterhält sehr gute Kontakte ins braune Mittweida sowie nach Schneeberg und Leipzig hängt sich an die „Freien Kräfte Borna“ und ihrem „Gedächtnisstätte-Verein“. Ins Leben gerufen wurde das „Freie Netz“ von Thomas Gerlach aus Altenburg. (mehr…)

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